Der Initiative vieler historisch begeisterter Menschen und nicht zuletzt dem politischen und heimatbezogenen Engagement lokaler Kräfte ist es zu verdanken, dass ein ca. 200 m langes Stück der Anlage im Bauwerk Ost/Ost inkl. aller Eingangsbauteile vor den Baggern des Rückbaus gerettet werden konnte. Da der Rückbau unter dem veranschlagten Kostenrahmen blieb, konnten Mittel in Höhe von ca. 2,5 Mio EUR in den Bau und die Erhaltung dieses kleinen Stücks Deutscher Geschichte investiert werden.
Das Haus öffnet Anfang März 2008 seine imposanten Tore und Türen für Besucher. Hochqualifizierte Gästeführer, z.B. ehemalige Bedienstete der Anlage oder vorherige Bundeswehrangehörige werden sachkundig den interessierten Besuchern Auskunft geben. In einem Kinosaal werden wichtige Informationen vor dem Betreten der Anlage erläutert, dazu werden viele Originalexponate zu sehen sein. Ein kleiner Shop mit weiterführender Literatur und kleinen Besonderheiten ergänzt das ungewöhnliche und einzigartige Museum.
Es ließ sich leider nicht vermeiden, aber aus technischen Gründen (wasserführender Berg) liegt die Dokumentationsstätte nicht am alten Haupteingang der Anlage im Taleinschnitt Marienthal, sondern im östlichen Ende des Bauwerks Ost an der höchsten Stelle des Tunnels. Es ist jedoch gelungen, einige interessante Artefakte (u.a. Teile der ehemaligen Kommandozentrale in Ost/West) zu retten und diese im Museum aufzubauen.

Obwohl diese Einrichtungen dort nie gestanden haben, vermitteln sie einen guten Eindruck vom damaligen Aussehen des Bunkers Marienthal. Neben einer Sanitätsstation, dem Nachbau des Kanzlerzimmers und den eindrucksvollen MAN-Toren können die Besucher von einer eigens geschaffenen Plattform in die durch den Rückbau vollständig entkernte Tunnelröhre der Restanlage blicken. Hier bekommt man einen Eindruck davon, dass die 200 m erhaltenes Museum gerade mal 1 % der ehemaligen Anlage ausmachen.